(Review) Caraval von Stephanie Garber

Sobald ich irgendwo gelesen hatte, dass dieses Buch mit dem „Nachtzirkus“ von Erin Morgenstern vergleichbar sein soll, war es um mich geschehen. Kein anderes Buch hat es jemals wieder geschafft, mich bis in die frühen Morgenstunden so zu fesseln, dass ich zuerst die letzte Seite lesen musste, bevor ich schlafen konnte. Und nun also Caraval.

Das Geschichte entführt uns Leser sowie die Protagonistin auf eine ferne Insel, die hinter jeder Ecke Unglaubliches verspricht. (Review) Caraval von Stephanie Garber weiterlesen

(Review) Der Ozean am Ende der Straße von Neil Gaiman

Dieses Buch ist eigentlich kein Buch, sondern eine Zeitmaschine. Sobald ich die ersten 20 Seiten gelesen hatte, war ich nicht mehr im Jetzt und Hier, sondern in einer Zeit, in der ich die Bücher von Enid Blyton verschlungen und hinter jeder Holzvertäfelung, hinter jedem verdächtigen Bücherregal einen Geheimgang vermutet habe. In „Der Ozean am Ende der Straße“ lebt dieses Gefühl weiter. Einerseits liegt das am wunderbar fließenden und schnörkellosen Schreibstil Gaimans zusammen mit den vereinzelten Zeichnungen, die in meiner Taschenbuchausgabe abgedurckt waren, andererseits am Protagonisten, der als Kind selbst gerne solche Abenteuerromane las und sich im Laufe der Geschichte in die ein oder andere dieser Welten flüchtet, wenn er sich von der Realität bedroht fühlt.

Das ändert sich ein wenig, als Lettie Hempstock sein Leben betritt. Das ältere Mädchen, das manchmal schon fast so redet wie eine Erwachsene, nimmt den kleineren Jungen an die Hand und zeigt ihm, dass es möglich und manchmal auch nötig ist, sich seinen Ängsten zu stellen. Nicht selten war ich von den Weisheiten beeindruckt, die Lettie in einfachen Worten so treffend formuliert:

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(Review) Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten von Becky Chambers

30981397Bevor ich das Buch letztendlich gekauft habe, stand ich mehrmals vor dem Regal in der Buchhandlung und überlegte, was der Kommentar unter dem Klappentext meint:

Becky Chambers hat mit ›Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten‹ eine zutiefst optimistische Space Opera geschrieben, die uns den Glauben an die Science Fiction (im Besonderen) und an die Menschheit (im Allgemeinen) zurückgibt.

Auch im Internet habe ich Kommentare gelesen, die dieses Buch als „Wohlfühl-SciFi“ beschreiben. Bei all diesen Begriffen konnte ich mir irgendwie kein Bild davon machen, wie sich das Buch beim Lesen anfühlen würde. Jetzt, da ich es beendet habe, kann ich alles nur unterschreiben.

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Im Februar gelesen

Um meinen Vorsätzen zumindest noch im zweiten Monat des Jahres treu zu bleiben, stelle ich euch auch im Februar meine gelesenen Bücher vor. Seltsamerweise war der Monat ziemlich kurz, sowohl an Tagen als auch an Freizeit 😉 deshalb ist die Auswahl ein wenig kürzer als im Januar.

Walter Moers – Ensel und Krete

Mit dem Erscheinen der „Stadt der träumenden Bücher“ bin ich Walter Moers Fan geworden, auch wenn ich es wohl (ohne es zu wissen) schon viel länger war. Wer hat sie als Kind nicht geliebt: Die seltsam schrägen Geschichten des Käpt’n Blaubär mit seinen drei bunten Enkeln und dem ewigen Schiffsjungen Hein Blöd, immer am Ende der „Sendung mit der Maus“. Nach und nach möchte ich nun alle Zamonien-Romane von Walter Moers lesen, im Februar war es eben „Ensel und Krete“. Auch wenn der Titel, die Idee und der Schreibstil wie ein einfaches Märchen für kleine Kinder klingt, so hat es die Geschichte auf jeden Fall in sich: bewusstseinsverändernde Drogen, eine Gesellschaft voll (imaginärer) Unterdrückung, ein Kampf im Innern einer Hexe, und und und. Auf jeden Fall gute Unterhaltung, die sich zwar schnell weg liest, die mich aber noch lange nach dem Ende begleitet hat.

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(Review) Weiße Magie – mordsgünstig von Steve Hockensmith

Rasant – schräg – charmant – mordskomisch

24861494So wird dieses Buch unter dem Klappentext beschrieben. Klingt gut, dachte ich und kaufte das Buch. Warum mich diese Geschichte mich dann doch nicht überzeugen konnte und in meinen Augen auch nicht hielt, was der Klappentext versprach, werde ich euch nun erklären.

Klappentext von Goodreads:

Als Alanis McLachlan erfährt, dass ihre Mutter ermordet wurde, hat sie sie seit 20 Jahren nicht mehr gesehen. Ihr seltsames Erbe: ein kleiner Laden für okkulten Bedarf in Arizona. Das lässt nichts Gutes vermuten – denn Alanis‘ Mutter war eine Trickbetrügerin mit zweifelhafter Karriere. Offenbar war ihre neueste Masche das Tarotkartenlegen. Wurde sie von einem betrogenen Kunden umgebracht? Alanis beschließt, ihr Erbe anzutreten, und übernimmt mit Hilfe eines Tarot-Handbuchs das Kartenlegen selbst. In der Hoffnung, dass der Mörder an den Schauplatz seiner Tat zurückkehrt …

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(Review) Die drei Sonnen von Cixin Liu

32065602„Cixin Liu haucht der Science Fiction neues Leben ein. (New York Times)“ steht hinten auf dem Buchdeckel, unter der Beschreibung des Buches. Zunächst war ich skeptisch, ich habe zu viele Bücher gelesen, die ähnlich hochtrabende Lobpreisungen auf ihrem Buchdeckel aufwiesen und die die Versprechungen nicht einhalten konnten. Doch schon nach den ersten paar Seiten dämmerte es mir, dass es bei diesem Buch anders sein könnte.

Ich habe es (wie so oft) in der Bahnhofsbuchhandlung entdeckt und mein erster Gedanke war: Ich habe noch nie ein Buch von einer/einem chinesischen Autor/in gelesen! Würde ich es beim Lesen merken? Hat China eine andere Science Fiction als die europäische / US-amerikanische, die ich bisher gelesen habe? (Review) Die drei Sonnen von Cixin Liu weiterlesen

Im Januar gelesen

Da mir im letzten Jahr die Aktion des „Jahr des Taschenbuchs“ so gut gefallen hat und ich es sehr angenehm fand, am Ende des Monats zurückzublicken und aufzuschreiben, was ich so getrieben habe, dachte ich mir, dass ich diese Tradition auch 2017 fortführen möchte. Allerdings nicht nur mit Taschenbüchern und auch nicht mit den Büchern, die ich gekauft habe, sondern mit all jenen Büchern, die ich im jeweiligen Monat gelesen habe. Fangen wir doch gleich mal mit dem Januar an!

Isaac Asimov – Stahlhöhlen und Geliebter Roboter

Asimov hat es im letzten Jahr geschafft, mich zu begeistern, und so habe ich mir vorgenommen, die Serie weiterzulesen. Die ersten beiden Zyklen, also die Kurzgeschichtenbände und die Kriminalromane rund um den Ermittler Elijah Baley, habe ich hiermit abgeschlossen. Als nächstes stehen nun die Imperium- und die Foundation-Romane an… Ich freue mich schon!

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Auszug aus >Hinter den Wolken<

Ihr wartet ja schon etwas länger auf die ersten Kapitel aus „Hinter den Wolken“, aber leider bin ich noch immer am Überarbeiten. Ein Seminar in der Uni zwingt mich nun sozusagen dazu, einen Auszug an meinen Dozenten zu senden, deshalb dürft ihr diesen Auszug ebenfalls lesen 🙂 Sagt bescheid, wie er euch gefällt!

Dieser Auszug steht relativ am Anfang der Geschichte rund um Alba. Die Mitglieder von Albas Familie beherrschen das Traumspringen, also das Besuchen und Manipulieren von fremden Träumen. Vor fünfzehn Jahren war ihre Familie von Europa nach New York geflohen, um der Kontrolle der brutalen Magier-Gilde zu entgehen.

Alba konnte zu Beginn der Geschichte nicht verhindern, dass ihr Vater von einem unbekannten Attentäter im Traum angegriffen wurde und sich seitdem in einem Koma-ähnlichen Zustand befindet. Nun macht sie sich auf den Weg von New York nach Europa, um den Attentäter zu finden und bei den alten Magiern ein Heilmittel für ihren Vater zu suchen.

 

Richtig bewusst wurde mir die Entscheidung Amerika zu verlassen erst, als sich der Zeppelin mit einem sanften Ruck von der Landebrücke löste und Richtung Ozean schwenkte. Die Sonne kroch hinter den Häusern am Horizont hervor und malte glitzernde Streifen auf das Wasser, und obwohl sie die Nacht vertrieb, ließ das Licht der Sonne die Stadt mit einem Mal viel schöner aussehen als zuvor. Ich beobachtete die anderen Passagiere, wie sie aufgeregt tuschelten und voller Freude oder zumindest Aufregung die dreitätige Reise nach Europa antraten. Im Gegensatz zu den anderen überkam mich eine innere Ruhe und ich merkte, wie sich mein ganzer Körper entspannte. Nur ein junger Mann mit hellen blauen Augen und Dreitagebart beobachtete wie ich die anderen Passagiere, indem er seinen Blick ausführlich durch den Raum schweifen ließ. Auszug aus >Hinter den Wolken< weiterlesen

(Review) Die Geschichte eines neuen Namens von Elena Ferrante

Auch wenn, wie ich gelesen habe, manche schon genug von dem Hype um Elena Ferrante haben, möchte ich trotzdem mit euch meine Begeisterung über diese Geschichte teilen. Den ersten Teil habe ich ja mit Begeisterung verschlungen, nun folgt schon der nächste Teil der neapolitanischen Saga um Lenú und Lina von Elena Ferrante. Er knüpft nahtlos an den vorherigen Band an und beginnt dort, wo der andere aufgehört hat: Bei Linas Hochzeit. Sie scheint am Gipfel alles Erreichbaren angekommen zu sein, doch im selben Moment merkt sie, wie ihr Glück in sich zusammenfällt. Wir Leser begleiten Elena dabei, wie sie das Schicksal ihrer Freundin verfolgt, mal ganz nah, mal aus einer großen Entfernung heraus. Egal wie sehr sich Elena anstrengt und versucht, von Neapel, vom Rione und von Lina wegzukommen: Die Freundschaft verfolgt sie nach und lässt sie nicht wirklich los.

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Neues Jahr, neue Challenges

Ja, ja, ich weiß. Jeder kommt in diesen Tagen mit seinen Vorsätzen für 2017 um die Ecke 😉 Ich habe mir auch einige Sachen vorgenommen, die ich im neuen Jahr auf jeden Fall umsetzen möchte, aber ihr werdet sehen: Dies sind viel mehr Wünsche, bei denen es auch nicht schlimm wäre, wenn sie nicht funktionieren.

HDW_3Für die Schreibstube habe ich mir vorgenommen, auf jeden Fall meine Geschichte „Hinter den Wolken“ fertig zu überarbeiten und dann nach und nach hier zu veröffentlichen. Vielleicht werde ich dafür auch meinen etwas eingestaubten Wattpad-Account regenerieren, mal sehen. Auf meiner Wunschliste steht außerdem ein neues Projekt, das im letzten Jahr ja schon etwas angeklungen ist, aber dank meiner Bachelor-Arbeit in den Hintergrund gedrängt wurde: mein Krimi 🙂 Ich hoffe, dass ich diese Geschichte 2017 zumindest in einer Rohfassung beginnen werde. Neues Jahr, neue Challenges weiterlesen