Wir sehen uns – A Robot’s View at the Universe

Ihr habt es vermutlich gemerkt… Seit Längerem ist es hier sehr still geworden. Manchmal schaffe ich es noch, auf Instagram zu posten, aber über das Lesen und vor allem das Schreiben zu bloggen, fällt mir in letzter Zeit immer schwerer. Das hat mehrere Gründe:

Zum einen schreibe ich kaum noch. Vor zwei Jahren habe ich den Hashtag #ichSchreibeNurImNano für mich geprägt und halte ihn seit dem sehr konsequent durch. Natürlich wird mich das Schreiben nicht verlassen (dafür sorgen allein die lieben Menschen aus dem Meggie&Beth’s Discord-Server schon 😀 ), und vielleicht findet sich hier irgendwann mal auch der ein oder andere Post über das Schreiben wieder, aber es füllt mein Leben leider nicht mehr so aus wie früher.

Zum anderen bin ich wohl meinem Internet-Pseudonym Luana entwachsen, unter dem ich in den letzten Jahren Geschichten und Blogposts veröffentlicht hatte und auf Plattformen unterwegs war. In den letzten Monaten haben sich ziemlich alle meiner Online-Auftritte still und heimlich von Luana zu Larissa entwickelt. Irgendwie habe ich so das Gefühl, mehr ich sein zu können in dem, was ich poste und veröffentliche, ohne dabei inhaltlich von Luana oder dem Hintergrund der Schreibstube eingeengt zu werden. (Es klingt vielleicht komisch, aber dieser Blog existiert auch nur, weil damals mein Werk „Luanas Schreibstube“ auf Wattpad so erfolgreich war 😀 )

„I may not have gone where I intended to go, but I think I have ended up where I needed to be.“
Douglas Adams – The Long Dark Tea-Time of the Soul

Zu guter Letzt: Meine Interessen haben sich zu einem seeeehr spannenden Thema hin verlagert. Seit ich meinen Master-Studiengang in Data Science begonnen habe, lässt mich das Thema „Künstliche Intelligenz“ nicht mehr los. Nahezu alles, was mir begegnet – seien es neue Bücher und Filme, sei es die neuste App mit einem coolen Feature, Nachrichten aus Wirtschaft und Wissenschaft, oder ein neues Projekt im Beruf – alles scheint plötzlich zusammenzuhängen, weil es dieses eine, verbindende Thema gibt: Was ist Intelligenz? Kann es Künstliche Intelligenz wirklich geben? Wie weit sind wir da aktuell? Und sind die Darstellungen in Büchern und Filmen realistisch oder zumindest glaubhaft?

Deshalb habe ich einen neuen Blog ins Leben gerufen: A Robot’s View at the Universe. Wenn euch der Buch-Kontent hier in der Schreibstube gefallen hat, lohnt es sich, ab sofort auch Robot’s View zu folgen. Was wird euch dort erwarten erwarten? Da mein größtes Hobby nach wie vor das Lesen ist, wird es wohl oft um Bücher gehen, zu einem großen Anteil wahrscheinlich aus dem Science Fiction Genre. Parallel dazu möchte ich immer mal wieder auch Beiträge über Spiele oder Filme beziehungsweise Serien einstreuen, vor allem wenn mich eine Veröffentlichung aus dieser Kategorie besonders beeindrucken konnte. Vielleicht wird auch der ein oder andere passende Beitrag aus der Schreibstube dort auftauchen. Ich werde mich dabei nicht daran hindern, etwas zu posten, sollte es nicht primär zu dem großen Thema „Künstliche Intelligenz“ passen, also seid gespannt und lasst euch überraschen.

Außerdem möchte ich auch den realen Bezug zu KI nicht ignorieren und möchte gerne hin und wieder technische Beiträge zum Thema Machine Learning und Data Science einstreuen. Dazu gehören auch Empfehlungen zu Fachbüchern oder interessanten Podcasts, über die ich hin und wieder stolpere. Ich möchte schon seit langem auch darüber bloggen, aber irgendwie passte es nicht so richtig in meine bestehenden Kanäle. Für die Zukunft muss ich vermutlich noch austesten, wie die genaue Verteilung zwischen den einzelnen Kategorien sein wird, aber eins ist auf jeden Fall sicher: Es wird robotisch-chaotisch!

Ich würde mich freuen, euch mit meinem neuen Blog begeistern zu können. Vielleicht sieht man sich auch hier wieder, oder auf dem Literatur-Camp in Heidelberg, der Frankfurter Buchmesse oder irgendeiner random Tech-Konferenz, wer weiß 🙂

Eure Larissa (aka Luana)

Mensch – Android (Teil 2: Bewusstsein)

Manche bezeichnen das Bewusstsein als letzten Unterschied zwischen Mensch und Maschine, beziehungsweise zwischen stumpfer Maschine und künstlicher Intelligenz. Vielleicht ist das Bewusstsein ja auch die Seele, die uns als Lebewesen, als Mensch ausmacht?

Kann eine Maschine ein Bewusstsein entwickeln?

Gehen wir zunächst von einer körperlosen Maschine aus. Sie ist ein Programm, eingebettet in ein System von Aktion und Reaktion, das Daten (in Nullen und Einsen), also elektrische Impulse verwaltet. Selbst wenn die Maschine Zugang zu Video-Kameras, Mikrofonen, Sensoren hätte, mit denen sie theoretisch die Außenwelt wahrnehmen könnte, so hätte sie dennoch keine physischen Teile, um mit der Außenwelt zu interagieren. Auch wenn sie über Text/Sprache direkt mit Menschen kommunizieren würde, kommen bei ihr nur Daten an. Für die Maschine ist es nur eine Reaktion auf eine Impulsabfolge. Es gibt nichts, das für sie erfahrbar ist, das außerhalb ihres „Selbst“ liegt. Wenn es keine Trennung zwischen „Ich“ und „nicht-Ich“ gibt, kann sie dann überhaupt ein Selbst-Bewusstsein entwickeln?

Bei Maschinen mit Körpern könnte das etwas anderes sein.Weiterlesen »

Mensch – Android (Teil 1: Blade Runner)

Nachdem ich nun meine Leseliste endlich vollständig habe, mache ich mir zur Zeit über Vieles Gedanken. Was macht eine KI aus? Welche verschiedenen Arten gibt es in der Literatur? Und was unterscheidet eine KI eigentlich von einem Menschen?

Besonders zur letzten Frage gibt es in den Science Fiction Geschichten viele Ansichten und Antworten. Ein bekanntes Beispiel dafür ist „Do Androids Dream of Electric Sheep?“ (auf deutsch: „Träumen Androiden von elektrischen Schafen?“), ein Buch von Philip K. Dick, das unter dem Titel Blade Runner sehr erfolgreich verfilmt wurde.

In dem Buch geht es um Rick Deckard, einen Kopfgeldjäger, der den Auftrag bekommt, entflohene Androiden in der Stadt zu finden. Allerdings sind die Androiden so weit entwickelt, dass es quasi keine sichtbaren Unterschiede zwischen ihnen und „biologischen“ Menschen gibt, nichtmal wenn man sie tötet, kann man sich sicher sein, denn auch ihr Innenleben wurde dem Vorbild genau nachgebildet. Um nun aber entscheiden zu können, ob vor Deckard ein Mensch oder ein Androide steht, gibt es den sogenannten Voigt-Kampff-Test. Dieser testet verschiedene emotionale Reaktionen der Person auf hypothetische Situationen. Deckard liest eine Beschreibung dieser Reaktion vor und misst die Reaktionen über „Blutdruck, Atemfrequenz, Erröten und Augenbewegungen“ (Wikipedia) sowie die zeitliche Verzögerung der Wertveränderungen. Weiterlesen »

Künstliche Intelligenz – Master Thesis 0.1

Hallo meine Lieben (und frohes neues Jahr noch euch allen :D),

über die Semesterferien habe ich mich ein wenig zurückgezogen (ja, die Mannheimer Semesterzeiten ^^) und Kraft getankt, sodass ich jetzt super motiviert ins neue Semester starten kann. Im Blog und auf Twitter hatte ich ja bereits hier und dort angemerkt, dass es in nächster Zeit vermehrt Beiträge über Künstliche Intelligenz geben könnte, und naja, hier kommt der erste davon.

Vor den Feiertagen habe ich mein Thema für die Master Thesis mit meinem Betreuer abgesprochen und ich bin schon super aufgeregt und freue mich auf die Arbeit. Na, seid ihr auch schon neugierig? Es wird konkret um die Darstellung von Künstlichen Intelligenzen in Science Fiction Literatur gehen, mit einem Fokus auf die Beschreibung von Geschlecht sowie dem dargestellten Machtverhältnis und Selbstverständnis der KI. Dafür werde ich in einer breiten Auswahl SciFi-Bücher von den 60ern bis heute untersuchen und versuchen, Zusammenhänge zwischen den genannten Beschreibungen zu finden.

Klingt erstmal sehr theoretisch? Wie wäre es mit ein paar Beispielen: Wenn uns eine virtuelle Persönlichkeit begegnet, erscheint sie uns männlich oder weiblich? Und woran machen wir das fest? Meist haben diese „Persönlichkeiten“ Interaktionsmöglichkeiten wie Stimme oder eine grafische Erscheinung. Wenn wir an Siri, Alexa, Cortana und Co. denken, stellen wir fest, dass diese Stimmen meist weiblich erscheinenn. Doch woran liegt das?Weiterlesen »