Archiv der Kategorie: review

(Review) Six of Crows von Leigh Bardugo

Eine spannende Mischung aus „Oceans Eleven“ und klassischer Fantasy, so habe ich den Inhalt des Buches beschrieben, wenn mich in den letzten Wochen jemand gefragt hat, um was es in dem Buch geht. Und genau diese Mischung war es, die mich neugierig auf die Geschichte gemacht hat. Was ja bei Richard Schwartz mit der Mischung aus Krimi und Fantasy auch schon geklappt hat, könnte hier mit sechs Schurken, die in ein Hochsicherheitsgefängnis einbrechen wollen, ebenfalls sehr gut funktionieren. (Review) Six of Crows von Leigh Bardugo weiterlesen

(Review) Caraval von Stephanie Garber

Sobald ich irgendwo gelesen hatte, dass dieses Buch mit dem „Nachtzirkus“ von Erin Morgenstern vergleichbar sein soll, war es um mich geschehen. Kein anderes Buch hat es jemals wieder geschafft, mich bis in die frühen Morgenstunden so zu fesseln, dass ich zuerst die letzte Seite lesen musste, bevor ich schlafen konnte. Und nun also Caraval.

Das Geschichte entführt uns Leser sowie die Protagonistin auf eine ferne Insel, die hinter jeder Ecke Unglaubliches verspricht. (Review) Caraval von Stephanie Garber weiterlesen

(Review) Der Ozean am Ende der Straße von Neil Gaiman

Dieses Buch ist eigentlich kein Buch, sondern eine Zeitmaschine. Sobald ich die ersten 20 Seiten gelesen hatte, war ich nicht mehr im Jetzt und Hier, sondern in einer Zeit, in der ich die Bücher von Enid Blyton verschlungen und hinter jeder Holzvertäfelung, hinter jedem verdächtigen Bücherregal einen Geheimgang vermutet habe. In „Der Ozean am Ende der Straße“ lebt dieses Gefühl weiter. Einerseits liegt das am wunderbar fließenden und schnörkellosen Schreibstil Gaimans zusammen mit den vereinzelten Zeichnungen, die in meiner Taschenbuchausgabe abgedurckt waren, andererseits am Protagonisten, der als Kind selbst gerne solche Abenteuerromane las und sich im Laufe der Geschichte in die ein oder andere dieser Welten flüchtet, wenn er sich von der Realität bedroht fühlt.

Das ändert sich ein wenig, als Lettie Hempstock sein Leben betritt. Das ältere Mädchen, das manchmal schon fast so redet wie eine Erwachsene, nimmt den kleineren Jungen an die Hand und zeigt ihm, dass es möglich und manchmal auch nötig ist, sich seinen Ängsten zu stellen. Nicht selten war ich von den Weisheiten beeindruckt, die Lettie in einfachen Worten so treffend formuliert:

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(Review) Weiße Magie – mordsgünstig von Steve Hockensmith

Rasant – schräg – charmant – mordskomisch

24861494So wird dieses Buch unter dem Klappentext beschrieben. Klingt gut, dachte ich und kaufte das Buch. Warum mich diese Geschichte mich dann doch nicht überzeugen konnte und in meinen Augen auch nicht hielt, was der Klappentext versprach, werde ich euch nun erklären.

Klappentext von Goodreads:

Als Alanis McLachlan erfährt, dass ihre Mutter ermordet wurde, hat sie sie seit 20 Jahren nicht mehr gesehen. Ihr seltsames Erbe: ein kleiner Laden für okkulten Bedarf in Arizona. Das lässt nichts Gutes vermuten – denn Alanis‘ Mutter war eine Trickbetrügerin mit zweifelhafter Karriere. Offenbar war ihre neueste Masche das Tarotkartenlegen. Wurde sie von einem betrogenen Kunden umgebracht? Alanis beschließt, ihr Erbe anzutreten, und übernimmt mit Hilfe eines Tarot-Handbuchs das Kartenlegen selbst. In der Hoffnung, dass der Mörder an den Schauplatz seiner Tat zurückkehrt …

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(Review) Die drei Sonnen von Cixin Liu

32065602„Cixin Liu haucht der Science Fiction neues Leben ein. (New York Times)“ steht hinten auf dem Buchdeckel, unter der Beschreibung des Buches. Zunächst war ich skeptisch, ich habe zu viele Bücher gelesen, die ähnlich hochtrabende Lobpreisungen auf ihrem Buchdeckel aufwiesen und die die Versprechungen nicht einhalten konnten. Doch schon nach den ersten paar Seiten dämmerte es mir, dass es bei diesem Buch anders sein könnte.

Ich habe es (wie so oft) in der Bahnhofsbuchhandlung entdeckt und mein erster Gedanke war: Ich habe noch nie ein Buch von einer/einem chinesischen Autor/in gelesen! Würde ich es beim Lesen merken? Hat China eine andere Science Fiction als die europäische / US-amerikanische, die ich bisher gelesen habe? (Review) Die drei Sonnen von Cixin Liu weiterlesen

(Review) Die Geschichte eines neuen Namens von Elena Ferrante

Auch wenn, wie ich gelesen habe, manche schon genug von dem Hype um Elena Ferrante haben, möchte ich trotzdem mit euch meine Begeisterung über diese Geschichte teilen. Den ersten Teil habe ich ja mit Begeisterung verschlungen, nun folgt schon der nächste Teil der neapolitanischen Saga um Lenú und Lina von Elena Ferrante. Er knüpft nahtlos an den vorherigen Band an und beginnt dort, wo der andere aufgehört hat: Bei Linas Hochzeit. Sie scheint am Gipfel alles Erreichbaren angekommen zu sein, doch im selben Moment merkt sie, wie ihr Glück in sich zusammenfällt. Wir Leser begleiten Elena dabei, wie sie das Schicksal ihrer Freundin verfolgt, mal ganz nah, mal aus einer großen Entfernung heraus. Egal wie sehr sich Elena anstrengt und versucht, von Neapel, vom Rione und von Lina wegzukommen: Die Freundschaft verfolgt sie nach und lässt sie nicht wirklich los.

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(Review) Armageddon Rock von George R. R. Martin

In den letzten Wochen ging es Dank der Bachelorarbeit und verschiedener Prüfungen ziemlich stressig zu, dennoch habe ich irgendwie die Zeit gefunden, ein Buch zu lesen. Schon seit langem habe ich mit dem Gedanken gespielt, >Armageddon Rock< von >George R. R. Martin< zu lesen, zum Einen, weil ich die Geschichte irgendwie spannend und außergewöhnlich fand, zum Anderen weil ich gerne ein Buch von Martin lesen, aber nicht zu Game of Thrones greifen wollte. Die Entscheidung hat sich letztendlich als goldrichtig herausgestellt.

Die Handlung dreht sich um die legendäre Band Nazgûl, die in den späten 60ern große Erfolge mit dunklem, bösen Rock feierte. Bei einem ihrer größten Konzerte wurde allerdings Hobbins, der Frontmann und legendäre Sänger der Band, von einem Scharfschützen erschossen. Daraufhin zerbrach die Band, jeder der Übriggebliebenen ging seiner Wege. Nun, 20 Jahre später, wird der ehemalige Bandmanager der Nazgûl ermordet und bringt einen ganzen Geröllhaufen ins Rollen.

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(Review) Alibi von Agatha Christie

Ich gebe zu, Alibi ist nicht das einzige Buch von Agatha Christie, das ich in letzter Zeit gelesen habe. In der Bahnhofsbuchhandlung konnte ich (mal wieder) nicht an den schönen neuen Taschenbüchern vorbei gehen, vor allem weil ich vor einiger Zeit bei meiner Krimi-Recherche auf „Alibi“ gestoßen bin. Ich kannte das Buch nicht, anders als die zwei weiteren Geschichten mit Hercule Poirot, die ich bereits als Verfilmung gesehen hatte.

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Wer kennt sie nicht? Die Verfilmungen von „Der Tod auf dem Nil“ und „Mord im Orientexpress“

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(Review) Meine geniale Freundin von Elena Ferrante

Manchmal ist es nur ein kurzer Sprung von einem Artikel im Spiegel zu einem neuen Lieblingsbuch in meiner Sammlung. Vor etwas mehr als einer Woche las ich das Interview von Klaus Brinkbäumer mit der mysteriösen Elena Ferrante. Ich hatte vorher noch nie von ihr gehört, nicht von ihrer Person, von ihren Werken oder dem inzwischen allgegenwärtigen #FerranteFever.

Elena Ferrante gilt zur Zeit als DAS Mysterium in Literaturkreisen. Niemand weiß, wer sie wirklich ist, wo sie wohnt, was sie tut. Sie macht keine Lesungen, keine Autogrammstunden, gibt nur selten Interviews. Das mit dem Spiegel lief schriftlich, Brinkbäumer musste die Fragen einschicken und bekam einen Teil davon beantwortet zurück. Vielleicht ist sie gerade auch deshalb so erfolgreich, weil sie mit ihrem Erfolg persönlich nichts zu tun haben will.

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Neugierig las ich also das Interview und wurde immer mehr beeindruckt von der Autorin, (Review) Meine geniale Freundin von Elena Ferrante weiterlesen

(Review) In einem anderen Land von Ernest Hemingway

Einen größeren Gegensatz könnte es wohl zwischen der Handlung einer Geschichte und dem Ort, an dem sie gelesen wurde, nicht geben. In einem anderen Land von Ernest Hemingway beschreibt den Kriegsalltag im ersten Weltkrieg an der umkämpften Grenze zwischen Italien und Österreich. Dementsprechend brutal waren die Erfahrungen, die die Figuren in der Geschichte machen mussten, während ich das Wochenende in einem kleinen Örtchen im Odenwald verbrachte, mit den wohl friedlichsten Menschen, die ich kenne. Die einzige Gemeinsamkeit war der strömende Regen.

Hemingway griff beim Schreiben dieser Geschichte auf seine persönlichen Erfahrungen als Freiwilliger des Roten Kreuzes an der italienischen Front zurück. Ich kann mir nur begrenzt vorstellen, was der 18 Jahre junge Hemingway dort alles erleben muss, durch die Geschichte bekommt man allerdings einen recht guten Eindruck davon. (Review) In einem anderen Land von Ernest Hemingway weiterlesen