Oktober-Bücher

Trotz Uni-Phase, Buchmesse, Konferenzen hier und da war mein Oktober lesetechnisch erstaunlich produktiv… Vielleicht müsste ich aber auch das „trotz“ durch ein „wegen“ ersetzen, denn seltsamerweise ist es bei mir so, dass ich in stressigen Phasen mit hohem Workload meist noch sehr viele andere Dinge auf die Reihe bekomme und plötzlich kreativ werde, während ich in den Semesterferien oft gar nichts zustande bringe. Es ist fast so, als bräuchte mein Gehirn eine gewissen „Grundtemperatur“, um überhaupt richtig zu funktionieren 😀

Nun aber zurück zu den Büchern, die ich im Oktober gelesen habe:

Mein kleiner Quaggan stützt die schweren Bücher 😀

Der Pakt der Bücher – Kai Meyer

Bei Kei Meyer ist es bei mir eigentlich keine Frage mehr, ob ich seine neuen Bücher lese: Die Antwort wäre sowieso immer „Ja“. Bei seinen Büchern weiß ich einfach, was mich erwatet, nämlich liebenswerte Charaktere, tolles Worldbuilding und spannende und witzige Handlungen. Gerade die Welt der „Seiten der Welt“ hat es mir besonders angetan: Bücher, mit denen man Magie wirken kann, Parallelwelten, in denen das Gesetz der Bücher regiert, sprechende Bücher… Trotzdem freue ich mich schon auf den dritten Teil der Space-Opera-Serie „Die Krone der Sterne“, der im kommenden Jahr erscheinen soll.Mr. Sapiens träumt vom Menschsein – Ariel S. Winter

Unter diesem Titel hatte ich mir eigentlich etwas komplett anderes vorgestellt. Das Buch hat mich beim Lesen hochgradig verwirrt, etwas erschüttert und zum Schluss ratlos zurückgelassen. Es geht um besagten Mr. Sapiens, einen der letzten von Menschen gebauten Robotern, der nach einem Vorfall (?) ans Meer zieht um zu vergessen. Dort lebt eine Familie von Robotern mit einem Menschen und nach und nach erfährt unser Mr. Sapiens von der Hintergrundgeschichte der Familie. Zeitweise wusste ich nicht mehr, in welcher Zeitebene die Handlung spielt, die ich gerade lese, und auch sonst fand ich die Charaktere und ihre Handlungen verwirrend. Aber vielleicht verstehen wir Entscheidungen von Robotern auch einfach nicht 😀 Auf den ersten Blick wurde mir zumindest nicht klar, ob und warum Mr. Sapiens vom Menschsein träumt… Aber vielleicht muss man das Buch zwei- oder dreimal lesen, um alle Hinweise zwischen den Zeilen zu lesen. Nach dem Buch habe ich im Internet erfahren, dass es an „Wuthering Heights“ angelehnt sein soll (was ich auch noch nicht gelesen habe). Vielleicht macht die Geschichte dann mehr Sinn, wenn man das „Original“ kennt, ich weiß es nicht 😀 Aber einen Versuch (irgendwann ganz weit in der Zukunft) wäre es wohl wert.

Weltenzerstörer – Liu Cixin

(eigentlich wollte ich nur kurz erzählen, wie ich an das Autogram von Liu Cixin gekommen bin, aber irgendwie ist das wohl ausgeartet, den ganzen Artikel dazu könnt ihr hier lesen :D)

The Loneliest Girl in the Universe – Lauren James

Das Bild entstand an einem Tag, als es noch nicht super kalt draußen war :/

Dieses Buch hat mich schon allein wegen dem Cover umgehauen. Und auch die Story fand ich spannend: Ein 17-jähriges Mädchen befindet sich allein auf einem Raumschiff mitten im unbekannten Weltall. Alle Nachrichten von der Erde brauchen circa ein Jahr, bis sie bei ihr sind, und ihre Antworten zurück brauchen nochmal so lange. Es sind Jahre vergangen, seitdem sie das letzte Mal einen anderen Menschen um sich herum hatte. Und dann bekommt sie die Nachricht, dass ein Schiff gestartet ist, um sie zu unterstützen. Diese Nachricht wirbelt ihr leben ganz schön durcheinander.

Ich fand die Story gut durchdacht und verdammt spannend. Viel besser haben mir allerdings die Charaktere gefallen, allen voran Romy. Sie ist keine klassische Heldin, denn sie hat Angst, wird von Unsicherheiten und Ungewissheiten geplagt, traut sich selbst kaum etwas zu – und schafft dennoch eine ganze Menge. Sie ist ein Vorbild für alle, die denken, man müsste irgendwie besonders sein, um Heldentaten zu vollbringen. Aber manchmal muss man einfach nur man selbst sein.

DOORS X Dämmerung – Markus Heitz

Das Buchprojekt, das vor der Frankfurter Buchmesse wohl am meisten ins Marketing gesteckt hat 😀 In jeder Buchhandlung wird es präsentiert und ich habe schon vor Eeewigkeiten die Leseprobe gelesen. Ich war zuerst ein wenig enttäuscht, dass die drei Bücher nicht etwas dicker waren, aber für den Preis fand ich das Ganze schon wieder in Ordnung. Die Geschichte handelt jedes Mal von einer Gruppe, die für viel Geld in eine Höhle geschickt wird, um eine junge Frau daraus zu retten. Die Gruppe stellt schnell fest, dass die Höhle nicht so trivial ist wie sie scheint. Dort unten sind schon viele Leute gestorben und immer wieder… gibt es seltsame Vorfälle. Schließlich gelangt die Gruppe in einen Raum mit mehreren Türen – doch durch welche soll sie gehen? Die drei Bücher behandeln jeweils eine andere Tür und damit eine andere Geschichte.

Das Buch hat wirklich Spaß gemacht, ich mochte die Charaktere und durch die Eigenschaften der Türen erfuhr man vieles aus ihren Hintergrundgeschichten. Viel zu viel blieb allerdings offen – ich hoffe wirklich, dass da einiges in den anderen beiden Büchern angesprochen und aufgedeckt wird. Ansonsten ist die Idee, oder besser das Geheimnis, dahinter, richtig gut und ich frage mich, ob es dazu wohl noch weitere, fortführende Bücher geben wird.

Ebooks zu fotogafieren ist echt schwer… bitte stört euch nicht an meiner kaputten Display-Folie 😀

125 Tage Leben – Tina Köpke

Nunja, vielleicht ist es euch schon aufgefallen, aber Romance ist nicht unbedingt mein Genre 😀 Aber da ich Tina Köpke von Instagram (und auch von einem anderen, bereits gelesenen Buch) schon kenne, habe ich sie gerne mit dem Kauf des Ebooks unterstützt (auch wenn der Kauf bei meiner unabhängigen Buchhandlung etwas komplizierter war als gedacht).

Die Geschichte hat mich gleich gefesselt, die Charaktere waren plastisch und liebenswürdig und auch wenn ich am Anfang dachte „oh nein, bitte keine Bad Boy etc. Geschichte“, so hat sich das Buch doch ganz anders entwickelt als zu Beginn gedacht. Ich habe mitgefiebert und hätte bis zum Schluss wirklich nicht sagen können, wie die Geschichte ausgeht. (Und ja, ich habe am Ende auch ein bisschen geweint. Vielleicht auch mehr als ein Bisschen :D)

Mortal Engines – Philip Reeve

Dieses Buch war ein totaler Spontankauf. Ich hatte die deutsche Ausgabe zuvor irgendwo auf Goodreads gesehen und dachte: Hey, das klingt ja super! (Natürlich verlegt von meinem Herzens-Verlag Fischer Tor <3) Und in der Buchhandlung konnte ich dann an der englischen Ausgabe natürlich nicht vorbei gehen. Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste: Erstens, es ist eine Reihe und hat noch ewig viele Teile (8, glaube ich?). Zweitens, es wurde verfilmt und einen Trailer gibt es auch schon! Okay, irgendwas hab ich da in den letzten Jahren verpasst, denn die Geschichte klang echt gut.

Quaggan ❤

Es geht um Städte, die auf Rädern und Panzerketten und was weiß ich alles durch die Landschaft fahren und nach dem Gesetz „fressen und gefressen werden“ immer nach kleineren Städten Ausschau halten, die sie verputzen könnten, und gleichzeitig in ständiger Angst leben, von einer größeren Stadt gefressen und versklavt zu werden. Tom, ein Waisenjunge und Historiker-Azubi, verstrickt sich aus Versehen in die größten Geheimnisse Londons und versucht daraufhin am Leben zu bleiben.

Das Buch gefällt mir auch, ich liebe die Steampunk-Athmosphäre und die Welt, die erschaffen wird. Mit den Charakteren wurde ich irgendwie nicht so warm, ich finde Tom wirkt nicht wie ein 15-Jähriger sondern eher wie ein verschrecktes 10-jähriges Kind. Dennoch mochte ich das Buch und komme jetzt wohl nicht darum herum mir die nächsten Teile zu bestellen…

Habt ihr schon von dem Buch/dem Film gehört? Was denkt ihr dazu?

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