(Review) Armageddon Rock von George R. R. Martin

In den letzten Wochen ging es Dank der Bachelorarbeit und verschiedener Prüfungen ziemlich stressig zu, dennoch habe ich irgendwie die Zeit gefunden, ein Buch zu lesen. Schon seit langem habe ich mit dem Gedanken gespielt, >Armageddon Rock< von >George R. R. Martin< zu lesen, zum Einen, weil ich die Geschichte irgendwie spannend und außergewöhnlich fand, zum Anderen weil ich gerne ein Buch von Martin lesen, aber nicht zu Game of Thrones greifen wollte. Die Entscheidung hat sich letztendlich als goldrichtig herausgestellt.

Die Handlung dreht sich um die legendäre Band Nazgûl, die in den späten 60ern große Erfolge mit dunklem, bösen Rock feierte. Bei einem ihrer größten Konzerte wurde allerdings Hobbins, der Frontmann und legendäre Sänger der Band, von einem Scharfschützen erschossen. Daraufhin zerbrach die Band, jeder der Übriggebliebenen ging seiner Wege. Nun, 20 Jahre später, wird der ehemalige Bandmanager der Nazgûl ermordet und bringt einen ganzen Geröllhaufen ins Rollen.

Die Geschichte führt uns durch das Amerika der 80er, aber eigentlich beginnen wir mit Sandy eine Zeitreise in die wilden 60er der Studentenproteste und der Hippies, in eine Zeit, in der die Musik noch die Macht hatte, die Welt zu verändern. Für mich war es damit eine Reise in die Zeit meiner Eltern, die mit ihren Werten und ihrer Musik noch unsere heutige Zeit prägen, aber auch in meine Zukunft, denn ähnlich wie Sandy in den 60ern sind wir heute noch voller Motivation, die Welt verändern zu können.

20 Jahre später erkennt Sandy allerdings, dass viele der Ideale, für die er damals gekämpft hatte, in seinem Leben gestorben sind. Auch seine Freunde, die er in seiner Studentenzeit kennen gelernt hatte, haben sich in der Zwischenzeit verändert, jeder der Charaktere hat seine eigenen Schlüsse aus dem Erlebten von damals gezogen. Manche haben sich dem System angepasst, manche haben sich in ihre eigene Welt zurückgezogen, und selbst die Glücklichsten haben ihr Päckchen zu tragen, weil sich die Träume der Jugend nicht erfüllt haben. Auch Sandy hat sich verändert, nur gesteht er es sich selbst nicht ein. Brauchte er zuvor Zerstreuung durch Alkohol und Drogen, so muss er jetzt auf Koffein und Medikamente zurückgreifen.

Für mich persönlich war das Buch erstens natürlich sehr spannend, zweitens aber auch lehrreich, weil ich ständig daran denken musste, was in 20 Jahren aus meinen heutigen Freunden geworden ist, ob sie noch immer die gleichen Ideale vertreten, wie sie sich in der Zeit verändert haben. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich natürlich keinen Vergleich zu seinen aktuellen Werken habe. Wer allerdings ein paar vergnügliche Stunden im wilden Amerika der 60er verbringen will, dem sei das Buch wärmstens empfohlen!

wp-1459429849885.jpg

Dieses Buch habe ich im November im Rahmen der Aktion “Das Jahr des Taschenbuchs 2016” gekauft und gelesen. Den Artikel dazu findet ihr hier und Informationen zur Aktion hier.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s