(Review) Das Haus der Geister von John Boyne

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Mit dem Haus der Geister von John Boyne habe ich vor ein paar Tagen meine Literarische Irlandreise begonnen. Dieses Buch ist deshalb auf meiner Irland-Liste gelandet, weil John Boyne, in Dublin geboren, zurzeit einer der bekanntesten irischen Autoren ist. Sein berühmtestes Werk ist wohl „Der Junge im gestreiften Pyjama“, das auch noch auf meine Liste wandert, wenn ich es irgendwo in einer Buchhandlung finde.

Das Haus der Geister liest sich wie ein typischer Gruselroman.

Es geht um die 21-jährige Eliza, die nach dem Tod ihres Vaters eine Stelle als Gouvernante zweier Kinder auf dem Land annimmt.

Das Setting ist schon sehr gruselig und bereits auf dem Hinweg künden Nebel, schlechtes Wetter und ein grimmiger Kutscher von drohendem Unheil. Was genau passiert, verrate ich hier natürlich nicht 😉

Generell hat man als Leser schnell raus, wer oder was für den Spuk verantwortlich scheint.

Zumindest irgendwie schneller als Eliza. Dennoch ist die Geschichte sehr spannend, da aus Eliza fast eine Detektivin wird, so unermüdlich, wie sie die Dorfbewohner befragt und somit die Geschichte der Familie der Kinder ans Tageslicht holt. An einigen Stellen habe ich mich auch gegruselt, aber das mag auch daran gelegen haben, dass wir, während ich das Buch gelesen habe, verschiedene alte Kloster- und Schlossruinen besichtigt haben, die genau in das Setting gepasst hätten. Viele Leser werden über die „Spukgeschichten“ nur mit den Schultern zucken und weiterlesen.

Das ändert trotzdem nichts daran, dass ich Spaß beim Lesen hatte.

Es wird zwar nicht unbedingt mein Lieblingsbuch, aber ich fand die Figuren anschaulich und ihre Handlungen nachvollziehbar, was in meinen Augen sehr wichtig ist. Man erfährt viel über das Dorf, die Familie und die Abgründe, die hinter jeder noch so hübschen Fassade lauern. Vielleicht könnte man die Geschichte aber auch – und eher – als historischen Roman bezeichnen.

Beschreibung von Goodreads:

England 1867. Die junge Eliza Caine reist in die Grafschaft Norfolk, um eine Stellung als Gouvernante anzutreten. Als sie an einem nebeligen Novemberabend müde und durchgefroren die Empfangshalle von Gaudlin Hall betritt, wird sie von ihren beiden Schützlingen Isabella und Eustace begrüßt. Überrascht stellt Eliza fest, dass die beiden offenbar allein in dem viktorianischen Anwesen leben. Von den Eltern und anderen Angestellten fehlt jede Spur. Da sie die Kinder unmöglich ihrem Schicksal überlassen kann, bleibt sie – und stellt schon bald fest, dass sie doch nicht allein sind …

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