(Review) Der Zweihundertjährige von Isaac Asimov

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Diesen Monat sind dank dem Jahr des Taschenbuchs 2016 einige neue Bücher in mein Regal eingezogen, darunter auch dieses hier: „Der Zweihundertjährige“ von Isaac Asimov.

Wer Asimov noch nicht kennt, sollte ihn unbedingt kennen lernen.

Viele bekannte Science-Fiction-Werke stammen aus seiner Feder, wie schon erwähnt auch „I, Robot“ und die drei Gesetze der Robotik (Wikipedia). Besonders mit diesen drei Gesetzen und ihrer Anwendung setzt sich Asimov auch in dem vorliegenden Buch auseinander.
Allerdings findet man als Leser hier weniger eine zusammenhängende Geschichte, als viel mehr eine Sammlung längerer und kürzerer Geschichten, die teilweise durch Querverweise miteinander verbunden scheinen. Zwei Geschichten möchte ich vorstellen, um euch einen Blick in das Thema zu ermöglichen.

„Dass du seiner Gedenk bist“ (1974)

Die Firma, die für die ganze Welt Roboter herstellt, U.S. Robot um genau zu sein, steht schlecht da. Die Regierung streicht immer mehr Gelder und hat insgeheim sogar beschlossen, die Firma ganz dicht zu machen. Der Ruf von Robotern ist in der Bevölkerung einfach zu schlecht, zu groß ist das Misstrauen vor den menschenähnlichen Maschinen. Mithilfe des neuen Roboters George Zehn will der Robotik-Wissenschaftler Harrison nun zu einer Lösung gelangen, mit der er dem Ansehen der Firma und der Roboter im Allgemeinem wieder auf helfen kann.

George Zehn lernt alles über dir Menschheit, das Leben mit anderen Organismen, das feine Gleichgewicht zwischen den Lebensformen. Irgendwann hat er eine erfolgversprechende Idee, doch nur er und sein Mitstreiter George Neun wissen, dass die Lösung, die er Harrison präsentiert, noch viel weiter reicht, als alle anderen Menschen glauben…

„Der Zweihundertjährige“ (1976)

Die Geschichte, die der Sammlung ihren Namen gab, handelt von Andrew (eigentlich NDR) Martin, einem Roboter, der seltsamerweise künstlerisch arbeiten kann. Doch damit enden die Unterschiede zwischen ihm und den anderen Robotern nicht. Er ist der erste Roboter, der ein Konto eröffnet, der sich selbst Dinge kaufen kann, der sich schließlich seine Freiheit erkauft. Doch was ist ein freier Roboter, wenn alle Menschen ihn dank der drei Gesetze herum kommandieren dürfen? Wann ist er wirklich frei und Herr seiner selbst? Und geht das überhaupt?

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Asimov stellt in seinen Geschichten grundlegende Fragen, weniger über Roboter oder Technik und vielmehr über das Menschsein.

Oft mithilfe von Logik werden in den Kurzgeschichten verschiedenste Probleme des Zusammenlebens von Menschen und ihr Handeln in der Natur thematisiert und gelöst. Was macht ein Mensch aus? Wie sehr darf ein Mensch in die Natur eingreifen? Können Roboter lernen? Sind Menschen nicht auch nur unperfekte Roboter? Und sollte man sie besser vor ihren eigenen Entscheidungen schützen? Ich finde diese Fragen unglaublich spannend und allein die Tatsache, dass diese Geschichten allesamt zwischen 1966 und 1976 entstanden sind, zeigt, dass wir schon lange vor diesen Fragen stehen und sie noch immer nicht befriedigend beantworten können.

Dieses Buch habe ich im März im Rahmen der Aktion “Das Jahr des Taschenbuchs 2016” gekauft und gelesen. Den Artikel dazu findet ihr hier und Informationen zur Aktion hier.

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