(Review) Blutbuch von Kai Meyer

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Sind sie nicht hübsch zusammen? =)

Schon seit Monaten hatte ich mich auf den Tag gefreut, an dem endlich der dritte Teil der „Seiten-der-Welt“-Trilogie von Kai Meyer erscheinen sollte. Vier Tage habe ich mir zum Lesen genommen und dabei jede einzelne Seite genossen.

Denn Teil drei erfüllt die Erwartungen, die die ersten zwei Bände geweckt haben.

Der Leser trifft Furia, Cat, Finnian, Isis und Duncan mitten im Gefecht wieder, dabei muss jeder auf seine Weise mit den eigenen Dämonen kämpfen: Furia sitzt zusammen mit Severin Siebenstern im Nachtrefugium fest; Cat kann sich mit der Rolle, die ihr Vater nun bei der Akademie spielt, nicht einfach so abfinden; Isis kämpft gegen das Absolonbuch um die Macht über sich selbst; dazu kommen noch die üblichen Kämpfe gegen die Akademie und die übrigen Erben des Scharlachsaals.

So viele Konflikte, so viel Potential, um es richtig knallen zu lassen.

Meiner Meinung nach wurde das Potential erfolgreich umgesetzt. Nicht nur ein Mal hatte ich Tränen in den Augen und oft genug habe ich in den zahlreichen brenzligen Situationen mit den Figuren gezittert und gelitten. Wie bei den letzten beiden Teilen war das Ende wieder furios, sodass ich das Buch beim besten Willen nicht aus der Hand legen konnte.

Was zählt ein einzelnes Leben, wenn dafür tausende andere Menschen leiden oder sterben?

Diese Frage wird nicht nur einmal im Buch aufgeworfen und, wie ich finde, nachvollziehbar ausdiskutiert. Die Szene mit Cat (die Leser unter euch wissen, welche Szene ich meine!) fand ich eine der besten des ganzen Buches, weil sie wirklich in die dunkelsten Tiefen des Charakters blicken lassen. Die Beantwortung solch grundsätzlicher Fragen gehört zu mich zu einem guten Buch und lässt auch blicken, wie weit ein Autor gedacht hat.

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Rot und Silber ist eindeutig meine Lieblings-Farbkombination.

Irgendwann verschieben sich die Ebenen und alles verändert sich.

Gerade dieses Mehr-Ebenen-Denken finde ich unglaublich reizvoll, auch wenn es hier an einzelnen Stellen nur angedeutet ist: Die bibliomantische Welt entstand aus einer Reihe von Büchern, geschrieben von Siebenstern. Was aber ist, wenn auch er nur eine Erfindung eines Autors ist? Wenn die Entscheidungen von Siebenstern und den anderen Figuren schon festgeschrieben stehen? Wenn unbekannte Ideen die gesamte bibliomantische Welt zu verschlingen drohen? Diese ganzen Fragen werden im dritten Teil der „Seiten der Welt“ früher oder später beantwortet, auf sehr tolle Weise, wie ich finde.

Noch ein kleiner Tipp von mir:

Schaut unbedingt auf der Homepage von den „Seiten der Welt“ vorbei, die ist wirklich super schön und liebevoll gestaltet und hält die ein oder andere Überraschung bereit. Viel Spaß beim Stöbern!

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Mein eigenes kleines Buch-Staub-Origami, das nun in meine Bibliothek einzieht ^.^

Beschreibung bei Goodreads:

Das große Finale: Das dritte Buch des Spiegel-Bestsellers DIE SEITEN DER WELT von Erfolgsautor Kai Meyer um die junge Bibliomantin Furia.

Das Ende der bibliomantischen Welt?

„Schreibe etwas in den Büchern der Schöpfung um, und du veränderst die Vergangenheit. Und mit ihr die Gegenwart und Zukunft. Furia, du hast die Macht, diese Welt zu einer besseren zu machen. Wer schlägt so eine Chance aus?“

Das Sanktuarium ist untergegangen, aber schon wird die bibliomantische Welt von einer neuen, übermächtigen Gefahr bedroht. Die Ideen steigen aus dem goldenen Abgrund zwischen den Seiten der Welt auf und verschlingen ein Refugium nach dem anderen. Bald ahnt Furia, dass sie die einzige ist, die die Vernichtung der Welt stoppen kann und dass sie dafür womöglich einen sehr hohen Preis zahlen muss. Und sie braucht Hilfe …

Sie waren in dieser Nacht nach London gekommen, um mehr über die rätselhafte Gefahr in der Tiefe herauszufinden. Beim Untergang des Sanktuariums hatten die Ideen Furia verschlungen – Furia Salamandra Faerfax, letzte Bibliomantin des Hauses Rosenkreutz, gerade mal sechzehn Jahre alt und seit Tagen verschollen. Möglicherweise tot.
Nur dass Isis das nicht wahrhaben wollte. Sie würde alles tun, um Furia wiederzufinden oder Gewissheit über ihr Schicksal zu erlangen. Und ihr blieb nicht viel Zeit.

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