(Review) Paris – Ein Fest fürs Leben von Ernest Hemingway

Im englischen Original: A Moveable Feast
Im englischen Original: A Moveable Feast

Heute war mir spontanerweise nach einem schnell zu lesenden Buch für zwischendurch, da sprang mir gleich mein neuer Hemingway ins Auge. Unterteilt in mehrere kurze Kapitel versprach er Lesevergnügen, das auch nicht unbedingt auf einen Rutsch vorbei sein musste.

Letztendlich habe ich „Paris – Ein Fest fürs Leben“ innerhalb weniger Stunden verschlungen.

Dabei war es nicht unbedingt eine packende Spannungskurve, die mich an das Buch fesselte, sondern eher die Neugierde, mehr über die Personen zu erfahren, der wunderbare Stil Hemingways und seine Fähigkeit, Personen in ihrem Wesen bis ins Innerste zu analysieren.In den ersten paar Kapiteln erfährt man viel über das Leben Hemingways in Paris, seinen Arbeitsräumen, dem Gefühl in dieser Stadt zu leben. Von 1921 bis 1927 war er für eine Zeitung als Auslandskorrespondent in Europa unterwegs und wählte dafür Paris als Heimatstadt aus.

Die folgenden Kapitel handeln von den Persönlichkeiten, die Hemingway in dieser Zeit kennenlernt, von Gertrude Stein, seinem Freund Ezra Pound oder F. Scott Fitzgerald, dem Autor von dem Großen Gatsby. Hemingway beschreibt, wie er dieses Buch zum ersten Mal liest und danach Fitzgerald mit ganz anderen Augen sieht. Daraufhin entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden. Diese Kapitel fand ich die besten des ganzen Buchs.

Abgerundet werden diese Erzählungen durch eine Hand voll Fragmente zu verschiedenen Situationen der vorherigen Kapitel, die auch teilweise den Überarbeitungsprozess nachvollziehen lassen (was ich sehr spannend finde!).

„Die Geschichte schrieb sich selbst, und ich hatte große Schwierigkeiten, mit ihr mitzuhalten.“

Das Buch gewinnt für mich durch seine Äußerungen über das Schreiben, wann man schreiben sollte und wann nicht, oder was einen guten Schriftsteller ausmacht. Auf jeden Fall sieht man als Leser sehr gut, dass für Hemingway Schreiben wirklich harte Arbeit war und er viel Zeit und Kraft hinein investierte, um etwas zu erreichen. Das alles beschreibt Hemingway mit so tollen Ausdrücken, sodass ich mir am liebsten jeden zweiten Satz über den Schreibtisch hängen möchte. Was mir ein wenig fehlte, war eine kurze Übersicht über Hemingways Leben, seine Stationen, seine Familienverhältnisse… Aber der Wikipedia-Artikel konnte da auch ganz gut aushelfen 😉

Mein Fazit: Ein sehr unterhaltsames und kurzweiliges Buch, das Lust auf mehr Hemingway macht! (und das, obwohl ich generell nicht der Biografien-Leser bin)

Noch eine Anmerkung zum Buch: Im „Vorwort“ zum Schluss schreibt Hemingway, dass diese Geschichten nicht unbedingt der Wahrheit entsprächen, dennoch ergeben sie wohl ein gutes Bild darüber, wie sich Hemingway damals als junger Schriftsteller durchschlug.

Dieses Buch habe ich im Februar im Rahmen der Aktion „Das Jahr des Taschenbuchs 2016“ gekauft und gelesen. Den Artikel dazu findet ihr hier und Informationen zur Aktion hier.

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Beschreibung von Goodreads:

Begun in the autumn of 1957 and published posthumously in 1964, Ernest Hemingway’s A Moveable Feast captures what it meant to be young and poor and writing in Paris during the 1920s. A correspondent for the Toronto Star, Hemingway arrived in Paris in 1921, three years after the trauma of the Great War and at the beginning of the transformation of Europe’s cultural landscape: Braque and Picasso were experimenting with cubist form; James Joyce, long living in self-imposed exile from his native Dublin, had just completed Ulysses; Gertrude Stein held court at 27 Rue de Fleurus, and deemed young Ernest a member of une gneration perdue; and T.S. Eliot was a bank clerk in London. It was during these years that the as-of-yet unpublished young writer gathered the material for his first novel The Sun Also Rises, and the subsequent masterpieces that followed.

Among these small, reflective sketches are unforgettable encounters with the members of Hemingway’s slightly rag-tag circle of artists and writers, some also fated to achieve fame and glory, others to fall into obscurity. Here, too, is an evocation of the Paris that Hemingway knew as a young man – a map drawn in his distinct prose of the streets and cafes and bookshops that comprised the city in which he, as a young writer, sometimes struggling against the cold and hunger of near poverty, honed the skills of his craft.

A Moveable Feast is at once an elegy to the remarkable group for expatriates that gathered in Paris during the twenties and a testament to the risks and rewards of the writerly life.

 

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2 Kommentare zu “(Review) Paris – Ein Fest fürs Leben von Ernest Hemingway”

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