(Review) Alles außer irdisch von Horst Evers

28681715Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob man alles ernst nehmen kann, was in diesem Buch geschrieben wurde. „Alles außer irdisch“ von Horst Evers beginnt mit der Eröffnung des Flughafens BER und unser Protagonist Goiko sitzt in der ersten Maschine, die von dort aus starten soll. Gerade als das Flugzeug Geschwindigkeit sammelt um abzuheben, fällt ein riesiges Raumschiff auf die Startbahn, was die offizielle Eröffnung des Flughafens natürlich wieder nach hinten verschiebt.

Was daraufhin passiert, ist eine Aneinanderreihung von seltsamen Außerirdischen, absurden Zusammenhängen und vereinzelte Bewusstseinsreisen in die Vergangenheit.

Goiko wird von einem Schiff von interstellaren Artenschützern aufgesammelt, die ihm dabei helfen wollen, die Menschheit vor dem Untergang zu bewahren, denn in Wirklichkeit wird die Erde von Außerirdischen beherrscht, die durch verwinkelte Geldgeschäfte alle Menschen zu ihren Schuldnern gemacht haben. Ich für meinen Teil liebe solche absurden Geschichten, die einfach so unwahrscheinlich sind, dass man nur darüber lachen kann. Nicht zufällig findet sich im Buch ein Querverweis auf eines meiner liebsten Bücher „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams.

Im Vergleich ist der „Anhalter“ Evers Buch allerdings um Längen voraus. Mir fehlt einerseits ein wenig der Witz bei den ganzen Absurditäten, den auch Friedrich (Baron Freiherr von) Nietzsches Auftreten nicht wirklich herstellen kann; andererseits der Tiefgang, der sich bei dem Problem der Rettung der Menschheit eigentlich automatisch einstellen sollte. Der „Anhalter“ gibt auf die Frage nach dem Sinn des (menschlichen) Lebens vielschichtige Antworten, während Evers der Frage nur einen Klon entgegen stellt, der zum Sterben gezwungen ist, wenn sein Sinn des Lebens erfüllt wurde.

Mein Resümee: Schönes Buch für Zwischendurch, tolle Idee und auch schön geschrieben. Vielleicht hätte ich auf die Auflage als Taschenbuch warten sollen.

Beschreibung von Goodreads:

Der Flughafen BER wird eröffnet. Ein großer Tag für Berlin und Brandenburg. Genau 7,34 Sekunden lang läuft er wunderbar. Dann allerdings stürzt quasi aus dem Nichts ein wirklich großes Raumschiff auf alle drei Startbahnen. Dies ist der Auftakt zu einer Geschichte, die alles, was wir über außerirdisches Leben zu wissen meinten, über den Haufen wirft. Es treten auf: hochentwickelte Zivilisationen, denen lange Weltraumflüge längst viel zu mühsam sind und die andere Welten einfach online erobern; hyperintelligentes, sprechendes Plastik; Chamäleonsoldaten, die automatisch die Form annehmen, die ihnen gerade den größten Vorteil verschafft – und Goiko Schulz, 36 Jahre alt und eigentlich nur für seine Mutter etwas Besonderes. Gemeinsam mit einer schlechtgelaunten Fahrradkurierin und einem alten russischen Zeitreiseforscher wird er zur letzten Hoffnung der Menschheit. Ziel der kleinen Gruppe ist der interplanetare Verbrauchergerichtshof. Doch äußerst mächtige Feinde tun alles, damit sie diesen niemals erreichen …

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